Messestand

IT trifft Messe: Technik am Messestand ist auf dem Vormarsch

Der allgemeine Trend hin zur Digitalisierung ist mittlerweile auch im Messebereich klar zu erkennen, sodass es kaum noch einen Standaufbau gibt, der ohne digitale Präsentationsmedien wie Monitore, Tablets oder Smartphones auskommt. Diese Entwicklung zeigt sehr eindrucksvoll, wie wichtig Technik für den Vertrieb, die Präsentation und damit für den Marketingmix geworden ist. Doch warum eignen sich multimediale Elemente so gut für den Messeauftritt und was gibt es bei der Umsetzung zu beachten?

Warum ist ein ansprechendes Standdesign so wichtig für den Erfolg und welche Rolle spielt Multimedia dabei?

Die Messe ist nach wie vor eine der wichtigsten Plattformen um mit Konsumenten, Geschäftspartnern sowie Neu- und Bestandskunden direkt in Kontakt zu treten. Da auf großen Events im Zuge der Neukundenakquise gleich mehrere Aussteller um die Aufmerksamkeit des Publikums buhlen, ist es wichtig durch gezielte Maßnahmen beim Besucher ein Interesse für das eigene Angebot hervorzurufen. Um nicht in der Masse unterzugehen sollte der Stand sich im Idealfall optisch von der Konkurrenz abheben, denn in aller Regel entscheidet der visuelle Ersteindruck darüber, ob ein potenzieller Neukunde sich genauer mit einem Stand beschäftigt oder nicht. Neben einem stimmigen Gesamtkonzept mit hochwertigem Messeequipment können multimediale Ergänzungen die Werbewirksamkeit beinflussen. Insbesondere die Möglichkeit der Interaktion sowie Präsentation von Bewegtbildern in Form z.B. von Produkt- oder Imagevideos wirken wie wahre Publikumsmagneten und sorgen nicht selten für regen Zulauf am eigenen Stand.

Inwieweit wirken sich digitale Präsentationsmethoden auf die notwendigen Qualifikationen des Personals aus?

Wenn am Stand digitale Technik für das Marketing und Präsentation eingesetzt wird, ist es zwingend erforderlich dass die eigenen Mitarbeiter über ein entsprechendes Know-how verfügen. Denn neben der Installation muss für einen reibungsfreien Ablauf auch die Bedienung sowie Behebung etwaiger Probleme zum festen Repertoire des Personals gehören. Sollten bei der Bedienung von Notebooks, Tablets und Smartphones im Zuge des Messemarketings Defizite vorliegen, so ist es ratsam die Mitarbeiter entsprechend weiterzubilden. Für diesen Zweck eignen sich zum Beispiel professionelle Computerkurse sowie regelmäßige, betriebsinterne Trainings durch die eigenen IT-Mitarbeiter. Eine solche Investition zahlt sich hier in der Regel schnell aus, denn nur wenn die Technik einwandfrei am Messestand funktioniert, können Betriebe letztlich auch von ihren Vorteilen und Möglichkeiten profitieren.

Wie sehen die Technik-Trends im Messebereich aus und wie sind diese zu bewerten?

Neben klassischen Bildschirmpräsentationen in Form von Videovorführungen haben sich in jüngster Zeit vor allem Touchscreen-Anwendungen im Messebereich durchgesetzt. Der größte Vorteil von Notebooks, Tablets und Co. ist dabei die Möglichkeit der Interaktion, welche es Besuchern ermöglicht, selbständig und ohne Druck Informationen über Produkte oder Dienstleistungen zu sammeln. Des Weiteren gehören bei vielen Ausstellern heute QR-Codes (QR = Quick Response) auf Produkten oder Marketingmaterialien zur Standardausstattung. Die kleinen Codes auf Werbebannern, Prospekten oder Flyern können von Benutzern mit ihren Smartphone-Kameras zuhause oder direkt auf der Messe genutzt werden, sodass in der Folge spezifische Informationen zu einem Angebot auf dem Bildschirm erscheinen.

Da der Trend auf Messen immer häufiger weg vom traditionellen und oft eintönigen Infostand hin zum Messestand mit Erlebnisfaktor geht, integrieren und kombinieren immer mehr Aussteller auch Kinect-Systeme und andere innovative Möglichkeiten wie Virtual Reality in ihr Standkonzept. Hierbei handelt es sich um eine Technik, die aus mehreren Sensoren besteht und menschliche Bewegungen digitalisiert. Auf diese Weise kann der Besucher in digitale Anwendungen miteinbezogen werden, während diese Innovationen der Aktivität gleichzeitig weitere Besucher an den Stand locken. Zu beachten ist allerdings, dass bei technischen Geräten immer eine gewisse Störungsanfälligkeit vorhanden ist, auf welche die Aussteller und speziell Messemitarbeiter entsprechend vorbereitet und geschult werden sollten.

Die Schlussfolgerung

Abschließend lässt sich sagen, dass die Digitalisierung den Messebereich bereits massiv beeinflusst und die neue Technik hier schon jetzt nicht mehr wegzudenken ist. Da in den kommenden Jahren dieser Trend wahrscheinlich noch weiter anwachsen wird, sollten Unternehmer auch in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren, sodass diese auch in Zukunft auf der Höhe der Zeit bleibt.

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